30.05.2017

Was hilft zarter Babyhaut, wenn der Windelpopo wund wird?

Viele Windeln halten so dicht, dass sie zwar die flüssigen oder festeren Hinterlassenschaften der Babies drinnen behalten, aber gleichzeitig gelangt zu wenig Frischluft an die empfindliche Babyhaut.  Eltern sollten ihre Kleinen möglichst oft ohne Windeln strampeln lassen um eine Windeldermatitis oder Windelsoor (durch Hilfepilze ausgelöst) zu vermeiden. Gerade jetzt im Frühsommer ist das wieder möglich. Falls schon eine Infektion enstanden ist, kann diese sehr hartnäckig sein und die wunden Stellen werden am besten mit Cremes geschützt. Auch säurehaltige Lebensmittel oder bestimmte Obstsorten, die Babies über die Muttermilch oder Obstbrei aufnehmen, können für Probleme sorgen. Auch während des Zahnens kann das Immunsystem verrückt spielen und die Haut empfindlich machen. Gerade beim Reinigen sollte auf Feuchttücher verzichtet werden, da diese die Haut zusätzlich reizen können.

Ökotest untersucht 20 gängige Produkte

In 18 von 20 der von Ökotest getesteten Produkten befindet sich als wichtiger Inhaltsstoff Zinkoxid, der entzündungshemmend wirkt und der Haut beim Regenerieren helfen kann. Zinkoxid, auf der Verpackung als Zinc Oxide deklariert, bindet auf den Wundflächen die Flüssigkeit und trocknet so die windelfeuchte Babyhaut.
Außerdem helfen Extrakte aus Ringelblume (Calendula Officinalis Extract), Kamille (Chamomilla Recutita Flower Extract) oder Nachtkerzenöl (Oenothera Biennis Oil) . Vor allem eingesetztes Panthenol, auch Dexpanthenol genannt, kommt zwar im Körper natürlich vor, kann für Pflegeprodukte aber nur chemisch-synthetisch hergestellt werden und hemmt Entzündungen, wirkt antimikrobiell und wundheilend.
15 der getesteten Wundschutzcremes sind “sehr gut”, vier bekommen “gute” Noten. Das Schlusslicht, ein Markenprodukt nämlich Penatencreme, kommt nur auf ein “ausreichend”, denn es wurden Mineralöle nachgewiesen, die im Verdacht stehen krebserregend zu sein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät Herstellern den Gehalt von Aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) möglichst gering zu halten.

Leider enthalten auch noch fünf von 20 Produkten Duftstoffe,  die eine ohnehin schon strapazierte Babyhaut unnötig belasten können und im Verdacht stehen Allergien auszulösen.
Deshalb rät Nestbau zu Produkten mit natürlichen Ölen und Wachsen, die sich problemloser in das Gleichgewicht der menschlichen Haut integrieren.Je weniger Inhaltsstoffe enthalten sind, desto besser für zarte Babyhaut.

Quelle: Ökotest Juni 2017