16.09.2019

Umweltbundesamt und Robert Koch-Institit untersuchen Urinproben bei Kindern

Fast alle Kinder und Jugendlichen weisen laut einer unveröffentlichten Studie des Umweltbundesamtes und des Robert Koch-Instituts Plastikinhaltsstoffe im Körper auf. Für einen Teil der 15 untersuchten Stoffe existieren keine gesundheitskritischen Grenzwerte. Bei denen, für die es welche gibt, wurden diese bei zwei Verbindungen überschritten.
Fokus der Studie war das “Human-Biomonitoring” von 3- bis 17-Jährigen. In Urinproben wurden bei 97 bis 100 Prozent der 2500 Teilnehmer Rückstände von 11 der 15 getesteten Stoffe nachgewiesen, vor allem von in Plastik enthaltenen Weichmachern, diewie Hormone im Körper wirken.

Sehr besorgniserregend  sind die hohen Werte von PFOA (Perfluoroctansäure). Bei 20 Prozent der Untersuchten lagen sie über dem Grenzwert, bei den jüngeren Kindern war der Anteil sogar höher.

PFOA, das in Outdoorkleidung oder in Pfannenbeschichtungen enthalten ist, war in Tierversuchen krebserregend und fruchtbarkeitsschädigend. Ab 2020 gilt EU-weit ein Verbot für die Substanz.

 

 

 

 

 

 

 

Die Ergebnisse der Studie zeigen auch eine Zunahme bei der Belastung mit Ersatzstoffen für bisher verbotene Chemikalien. Stoffe, die als gefährlich eingestuft werden, werden einfach mit Chemikalien mit ebenfalls bedenklichen Eigenschaften ersetzt.

Tipps zur Reduzierung von Chemikalien im Alltag:

  • Keine beschichteten Pfannen nutzen
  • Fettlösliche Lbeensmittel nicht in Plastikverpackung kaufen und keine Lebensmittel in Plastikdosen lagern
  • Bei Kosmetik auf Naturkosemtik achten ohne PEG, Parabene, Duftstoffe
  • Keine Outdoor/Regenkleidung mit PFOA Impragnierung kaufen
  • Wenig Plastikspielzeug, Plastikmöbel im Kinderzimmer (z.B. keine Teppichpuzzles)
  • Zimmer regelmäßig lüften und staubsaugen
  • Biologische Lebensmittel konsumieren

Quelle: Nestbau, Spiegel Online