24.06.2013

Pflegeprodukte für den Babybauch im Öko-Test

Wer kennt sie nicht, die ungeliebten Dehnungsstreifen meist an Bauch, Oberschenkeln oder Brust. Im letzten Drittel der Schwangerschaft sind je nach Studie 50- 90 % der Frauen davon betroffen. Viele Firmen bewerben allerhand Cremes und spezielle Präparate für Schwangere, die diesen Rissen im Gewebe entgegenwirken sollen. Doch das wissenschaftliche Ergebnis bezüglich einem Nutzen der Mittel ist ernüchternd.

Dr. Gavin Young aus Großbritannien erklärt nach einer Studie mit 800 Frauen: „Die Anwendung von Hautpflegemitteln an den betroffenen Stellen wie dem Bauch kann die Bildung von Schwangerschaftsstreifen nicht verhinden oder ihre Schwere mildern.“

Da jedenfalls theoretisch durch ein Eincremen mit dem richtigen Mittel der Stoffwechsel des Bindegewebes stimuliert wird und eine Massage wohltuend und entspannend wirkt, hat Ökotest (04/2013) 20 Pflegeprodukte für Schwangere getestet. Denn es steht außer Frage, dass das tägliche Eincremen die Haut mit Feuchtigkeit versorgt und Juckreiz lindert.

Welche Mittel sind empfehlenswert, auf was sollte man achten?

Wie so oft ist auch hier das Motto: Nicht das teuerste Produkt ist das Beste. Grundsätzlich gilt: Für die gedehnte Haut am Bauch oder Busen muss es kein spezielles Produkt für Schwangere sein, ein gutes Öl oder eine reichhaltige Lotion tun es auch.

Aber wichtig ist auf jeden Fall gut auf die Inhaltsstoffe zu achten. Denn gerade für den Babybauch sollte auf Konservierungsmittel (Propylparaben, Methylisothiazolinon, Parabene, Chlorphensin) Silikone, Erdölprodukte (Paraffinum, Microcrystaline Wax, Petrolatum, Mineral Oil, Polyisobutene, Polydecene, Cyclopentasiloxane und Dimethicone) und synthetische Duftstoffe verzichtet werden.

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Positiv ist, dass 15 Produkte mit „sehr gut“ abgeschnitten haben. Darunter befinden sich auch kostengünstige Marken wie Alverde (Mamaglück Körperbutter Wilde Malve), Babydream (Für Mama Pflegelotion), Bübchchen (Mama Verwöhn-Butter), Hipp (Mama Sanft Body-Butter), Penaten (Pflege-& Massage-Öl Für Mama und Baby) oder Sanosan (Mama Schwangerschaftscreme).

Jedoch hat gerade das hochpreisige Segment von Bi-Oil, Biotherm (Biovergetures Creme-Gel) und Vichy (Schwangerschaftsstreifen- Creme) auch  mit mangelhaft bzw. ungenügend abgeschnitten. Dort wurden billige Paraffine, fragwürdige Konservierungsmittel und Parabene gefunden. In Bi-Oil wurden reizende Duftstoffe entdeckt, die auch über die Muttermilch an das Baby weitergegeben werden können.

Fazit:

Es spricht nichts gegen eine wohltuende Massage mit einem reichhaltigen Pflegeprodukt. Lassen Sie sich beim Einkauf jedoch nicht durch einen Markennamen blenden, achten Sie auf die Inhaltsstoffe. Je weniger Duftstoffe, Konservierungsmittel und Zusätze desto besser, für Sie und Ihr Kind. (Quelle: Öko-Test 04/2013)