Schimmel

Schimmelpilze ist ein Sammelbegriff für Pilze, die typische Pilzfäden und Sporen ausbilden. Diese mikroskopisch kleinen Sporen sind sehr leicht und verteilen sich in der Luft. Sie sind ein natürlicher Teil unserer Umwelt und kommen daher überall in der Luft vor. Im Innenraum können aber Feuchtigkeitsschäden mit Schimmelbefall nachweislich zu gesundheitlichen Problemen führen.

Schimmel tritt auf Oberflächen von Wänden oder Möbeln (z.B. Schrankrückseite) auf. Je nach Art des Schimmelpilzes können die Flecken grünlich, bläulich, grau-schwarz bis weiß oder gelblich-rötlich bis braun sein. Gleichzeitg tritt häufig muffiger Geruch auf. Schimmelpilze entstehen bei zu hoher Feuchtigkeit in Wohnräumen. Ursachen können einerseits Baufehler, andererseits falsches Lüft- und Heizverhalten sein. Niedrige Temperaturen begünstigen das Schimmelwachstum zusätzlich, weil kalte Luft weniger Feuchtigkeit aufnimmt als warme Luft. Sollten Sie in Ihrer Wohnung Schimmelbefall entdecken, muss nicht nur der Schimmel selbst, sondern vor allem auch die Ursache beseitigt werden. Dazu empfiehlt es sich, auf jeden Fall Hilfe durch einen Fachmann hinzuziehen. Fragen Sie beim örtlichen Gesundheitsamt oder der Verbraucherzentrale nach und informieren Sie rechtzeitig Ihren Vermieter.

Gesundheitliche Risiken

Akute Anzeichen einer gesundheitlichen Belastung durch Schimmelsporen sind Schleimhautreizungen (z.B. Bindehaut-, Hals- und Nasenreizungen), Husten oder Hautausschläge. Viel schwerwiegender sind jedoch schleichend eintretende und vermeindlich atypische Sympthome wie Müdigkeit, Infektionsanfälligkeit, Erschöpfungszustände oder Kopfschmerzen. Bei Allergikern treten treten die Sympthome gehäuft und verstärt auf.

Infos

Tipps zum Vorbeugen

  • Die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen sollte nicht mehr als 65 % im Sommer und 55 % im Winter betragen (Feutigkeitsmesser gibts im Baumarkt zu kaufen).
  • Kein Kipp- oder Dauerlüften, da die Wände sonst auskühlen und dort die Luftfeuchte kondensieren kann.
  • Täglich 2 - 3 mal für 5 - 10 Minuten mit vollständig geöffneten Fenstern lüften. Ein "Durchzug", z.B. durch öffnen der Haustür, ist ebenfalls hilfreich.
  • Nach dem Baden, Duschen, Wäschetrocknen und Kochen sofort gut nach außen lüften.
  • Morgens nach dem Aufstehen das Schlafzimmer lüften.
  • Türen zu weniger beheizten Räumen geschlossen halten.
  • Heizkörper dürfen nicht mit Möbeln, Gardinen o. ä. verdeckt sein.
  • Bei längerer Abwesenheit Innentüren offen stehen lassen.
  • Bei kalten Außenwänden Möbel im Abstand von ca.10 cm zur Wand stellen.
  • Den Hausmüll täglich leeren.

Tipps zum Behandeln

  • In Mietwohnungen: Informieren Sie Ihren Vermieter!
  • Bei großflächigem Befall (> 0,5 m²) sollte die Sanierung durch eine Fachfirma erfolgen.
  • Kleinen oberflächlichen Befall können Sie selbst beseitigen: Betroffene glatte Stellen feucht abwischen (Tuch mit dem Hausmüll entsorgen!). Danach sorgfältig mit 70 – 80 %igem Ethylalkohol (Spiritus verdünnen) abwischen. Arbeiten Sie nur bei geöffnetem Fenster.
  • Bei der Entfernung des Schimmelpilzbefalls staubarm arbeiten!
  • Keinen Essig (wird neutralisiert), Reinigungsmittel oder chemische Mittel wie z. B. Schimmelentferner verwenden.
  • Schutzkleidung tragen (Schutzbrille, Mundschutz, Handschuhe). Danach duschen und Kleidung waschen.
  • Bei starkem Befall müssen Papier, Tapeten, Matratzen oder Teppiche entsorgt werden. Bei schwachem Befall können Kleidung und Polstermöbel gereinigt werden