10.12.2018

Weniger Plastik mehr Natur

In diesem Jahr gab es wieder viele Berichte über schadstoffhaltige Spielzeuge, die  in empfindliche Kinderhände gelangt sind – angefangen bei Sqiushies mit Phtalaten über Schleim mit Borsäure sowie Kinderstiften mit Cadmium und die Liste lässt sich noch erweitern.
Eltern, Großeltern und Freunden sind vor Weihnachten oft überfordert, wenn sie das richtige, unbedenkliche Geschenk aussuchen und gleichzeitig den Wünschen der Kinder und Enkel gerecht werden möchten. Wer will schon enttäuschte Kinderaugen unterm Tannenbaum sehen? Allerdings sollte man immer an die Langzeit-Gesundheitsfolgen der Kinder durch schadstoffhaltige Geschenke denken…

Einkaufscheckliste beim Spielzeugeinkauf:

  • Riechtest – Hände weg, wenn etwas nach Chemie oder Duftstoffen riecht
  • Billigspielzeug – all die kleinen Spielzeuge, die fast nichts kosten, sind schnell kaputt und oft bedenklich
  • Kinderkosmetik – Inhaltstoffe lesen – Kinder brauchen keine Duftstoffe, Glitzer (Mikroplastik im Grundwasser) oder dekorative Kosmetik wie Nagellack
  • Batteriebetriebens Spielzeug – Gefahr, dass Batterie ausläuft und außerdem meist sehr schnell Elektoschrott für den wachsenden Müllberg
  • Aus diesem receycelten Elektroschrott gelangen dann wieder Spielzeuge in den Umlauf, die zu hohe Werte an bromierten Flamschutzmitteln hatten
  • Plastik Fantastisch – braucht das Kind wirklich noch die 5. Puppe, Spielzeugbagger oder Plastiklampe oder gibt es Alternativen? Wie viel Plastik wollen wir unseren Kindern als immer größeres Erbe mitgeben?

Auch wenn es schwer fällt weniger zu schenken, kann es gelingen mit den Kindern gemeinsam einen Weg für Alternativen zu finden z.B. gemeinsame Erlebnisse in der Familie (Ausflüge, Hobbies, Kinobesuche), sinnvolle Geschenke, die gerne auch second-hand, selbstgemacht  oder vererbt sein dürfen…

Quelle: Nestbau Dezember 2018