13.07.2016

Kinder müssen wegen ihrer dünnen Haut besonders vor UV-Strahlen geschützt werden, denn mit jedem Sonnenbrand, erhöht sich das Hautkrebsrisiko. Laut einer Umfrage der Europäischen Hautkrebsstiftung (ESCF) gaben gerade einmal 14 Prozent der Eltern an, ihren Kindern zum Spielen im Freien eine Mütze aufzusetzen. Auf Kleidung, die vor UV-Strahlen schützt, achtet nur jedes fünfte Elternteil.  

Kinder verbringen viel Zeit  in Tageseinrichtungen. Hier ein Bewusstsein für einen sinnvollen und gesundheitsverträglichen Sonnenschutz zu schaffen ist genauso wichtig wie bei den Eltern. Sonnencremes sind häufig mit schädlichen UV-Filtern, Parabenen oder Formaldehyd belastet. Deshalb ist auch UV-Kleidung eine Möglichkeit vor zu viel Sonne zu schützen.

ÖKO-TEST hat für seine Juniausgabe  spezielle UV-Schutzanzüge, die sich zum Planschen und Spielen in der Sonne eignen sollen, getestet und nachgesehen, ob sie auch wirklich wirken. Die meisten Teile schaffen das. Aber nur ein Produkt ist empfehlenswert. 15 UV-Kleidungsstücke für Kleinkinder wurden dahin gehend geprüft, ob der ausgelobte UV-Schutz wirklich hält, was der Hersteller verspricht, der Stoff seine Farbe im Chlorwasser behält und welche Schadstoffe in den halblangen Anzügen stecken.
Nur einen UV-Schwimmanzug konnte mit dem Gesamturteil “gut” empfohlen werden. Drei fallen mit “ungenügend” und einer mit “mangelhaft” durch. Zehn Produkte landen mit “befriedigend” und “ausreichend” im Mittelfeld. Nur ein einziges Produkt besteht die Materialprüfungen mit “sehr gut”.

Die genauen Ergebnisse zu Belastungsstress im Sand oder Chlorwasser und die Schutzwirkung der Anzüge sowie die Belastungen zu Inhaltsstoffe wie Farb-Aufheller finden Sie  in der Juni Ausgabe von ÖKO-TEST und in Auszügen hier http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=107886&bernr=07&seite=03

Sonnenbrandgefahr auch im kühlenden Schatten
Um die Mittagszeit von 11 Uhr bis 15 Uhr sollte man sich keiner direkten Sonnenstrahlung aussetzen. Wer sich am Meer oder an einem Badesee aufhält muss beachten, dass Wasser und heller Sand die Sonnenstrahlen reflektieren, und es dadurch zu einer Verstärkung der UV-Belastung kommen kann. Prinzipiell gilt: Wird es in der Sonne zu warm, sucht man sich am besten ein angenehmes Schattenplätzchen. Aber Achtung: Auch dort kommen noch etwa 50 Prozent UV-Strahlen an, weshalb ein guter Sonnenschutz Pflicht bleibt.

Quelle: ÖKO-TEST, http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=95516&bernr=01, ff