15.07.2019

Österreichische Umweltorganisation untersuchte Waschmittel

Die österreichische Umweltschutzorganisation Global 2000 hat in zwei von fünf Waschmitteln Plastik gefunden. Und zwar in fester, flüssiger, gelartiger und gelöster Form.

Warum ist Mikroplastik problematisch?

Zugesetzte Kunststoffe gelangen beim Waschen ins Abwasser und reichern sich in der Umwelt an. Dort ist Mikroplastik kaum abbaubar, sondern zerfällt nur in immer kleinere Teile, die sogar Pflanzen aufnehmen können. Über Wasser, Erde und Luft finden die winzigen Plastikteilchen ihren Weg auch in Tiere, Lebensmittel und schließlich in unseren Körper. Mikroplastik findet sich mittlerweile in der Arktis und auf Alpengletschern.

 

 

 

 

 

 

Das Ergebnis des Tests: In 119 von mehr als 300 Waschmitteln fand sich zugesetztes Plastik in verschiedenen Formen. Das entspricht rund 40 Prozent der überprüften Produkte.

  • Lösliche Kunststoffe stellten die Umweltschützer etwa in vielen Produkten von Ariel, Lenor, Omo, Persil, Weißer Riese und anderen bekannten Marken fest.
  • Festes Mikroplastik war in Waschmitteln von Ariel, Coral, Lenor, Sunil, Tandil und anderen Herstellern enthalten.
  • Kunststoffe in Kosmetik und Reinigungsmitteln deshalb vermeiden und entsprechende Produkte nicht kaufen oder anwenden. Je weniger Inhaltsstoffe (auch reizende Duftstoffe etc.) desto besser – am besten auf ökologisch unbedenkliche Produkte zurückgreifen und Waschmittel in Papierverpackung oder Unverpackt-Geschäft kaufen.

 

Quelle: Ökotest 2019, Nestbau