Quecksilber

Quecksilber ist ein Schwermetall und zählt zu den giftigsten Substanzen. Es belastet sowohl die Luft als auch die Gewässer (Flüsse, Seen, Meer) und Boden, und somit Fische und andere Meerestiere, insbesondere langlebige Raubfische wie Heilbutt, Schwert- und Thunfisch.

Beim Menschen kann Quecksilber das Nervensystem, die Fruchtbarkeit und in der Schwangerschaft den Fötus schädigen.

Obwohl die gesundheitsbelastende Wirkung bekannt ist, wird immer noch Amalgam für Zahnfüllungen verwendet und von den Krankenkassen erstattet. Seit Juli 2018 dürfen laut EU-Quecksilberverordnung Kindern bis 15 Jahren sowie schwangeren und stillenden Frauen keine Amalgam-Füllungen mehr eigesetzt werden. Krankenkassen sind aufgefordert, Kunststofffüllungen zu erstatten.

Besonders eingeatmete Dämpfe von Quecksilber wirken toxisch. Giftig sind auch organische Quecksilberverbindungen, wenn sie mit Lebensmitteln aufgenommen werden. Beispiel für eine chronische Vergiftung durch Quecksilber ist die Minamata-Krankheit. In der Umwelt schädigt Quecksilber das Nervensystem der Wasserorganismen und führt hier zu Verhaltensauffälligkeiten und zur verminderten Fortpflanzungsrate.

Quecksilber wurde in Thermometer oder Barometer sowie als Desinfektionsmittel und Beizmittel eingesetzt. Weitere Quellen für Quecksilberemissionen sind Braunkohleverbrennung, Waldbrände oder Vulkanausbrüche. Die unzureichende Rückgewinnung bei der Goldgewinnung mit Quecksilber führt zu katastrophalen Gesundheits- und Umweltschäden.

Infos

Vorkommen:

  • Kontaminate in Fischen
  • Amalgamfüllungen
  • Energiesparlampen

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