05.06.2019

Chemische Filter sind immer kritisch zu sehen

Zu viel Sonnenlicht schadet jeder Haut und vor allem dünne Kinderhaut erleidet schnell durch UVB-Strahlen Sonnenbrand.  Auch UVA- Strahlen spielen bei der Entstehung von Krebs eine Rolle. Menschen mit heller Haut sind von Natur aus nur wenige Minuten geschützt. Für sie wichtig: Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Wenn die Haut empfindlich reagiert, bieten sich Sensitiv-Varianten an, vor allem auch für Allergiker, bei Sonnenallergie oder Mallorca-Akne.

In den 20 Produkten im Test kritisiert Ökotest weder allergieauslösende Konservierer noch allergene Duftstoffe. Die meisten Varianten sind parfümfrei. Leider können nur drei Cremes mit „sehr gut“, eine mit „gut“ empfohlen werden. Die Hälfte der Cremes ist „befriedigend“, sechs fallen durch.

In fast Dreiviertel der Sonnencremes stecken immer noch bedenkliche UV-Filter, die unter Verdacht stehen, hormonell zu wirken und es werden Polyethlyenglycole und/oder chemische Verwandte (PEG), Paraffinen, Silikonen, und weiteren problematischen Kunststoffen eingesetzt.

Vorsicht bei Sprühflaschen – vor allem Kinder atmen die feinen Partikel oft während des Einsprühens ein!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In vielen Produkten im Test kommen chemische UVB-Filter zum Einsatz, die wie Hormon zu wirken und nichts auf Kinderhaut zu suchen haben! Überwiegend handelt es sich um Octocrylen. …”Noch deutlichere Hinweise auf eine Hormonwirkung liegen für den Filter Ethylhexylmethoxycinnamat vor. Er steckt in der Daylong Cetaphil Sun Sensitive Gel-Creme und in der Lancaster Sun Sensitive Sonnenmilch…”

Beim Schwimmen landet ein Teil des Sonnenschutzs von der Haut direkt im Wasser. Experten gehen davon aus, dass UV-Filter wie Ethylhexylmethoxycinnamat für das Korallensterben mitverantwortlich sind und Fischen werden diese Partikel auch nicht mögen. Wegen der möglichen Auswirkung auf die Umwelt sieht Ökotest auch synthetische Polymere in den Cremes kritisch. Die Kunststoffverbindungen sind zum Teil schwer abbaubar.

…”Minuspunkte vergeben wir außerdem für PEG, die die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können, sowie für Silikone und Paraffine. Diese künstlichen Stoffe fügen sich nicht so gut ins natürliche Gleichgewicht der Haut wie natürliche Öle…”

Ökotest Untersuchung Sonnencremes

Utopia Empfehlungen Sonnencremes

Utopia empfiehlt daher schon lange Sonnencremes mit mineralischem Filter, da dieser nicht hormonell wirksam sind, ohne hohen Anteil an chemischen Inhalten auskommen. Allerdings gibt es auch bei mineralischen Filtern bedenkliche Varianten mit Titandoixid, welches in Frankreich verboten wurde, weil es vermutlich krebserregend ist, vor allem wenn es eingeatmet wird. Es reichert sich wohl auch in Organen an, wobei Studienergebnisse derzeit noch nicht eindeutig sind.

Weitere Nestbau Tipps:

  • vermeiden zwischen 11:00-15:00 in die Sonne zu gehen
  • Babies und Kleinkinder sollen sich vorwiegend im Schatten aufhalten
  • UV Schutzkleidung mit Lichtschutz 50 und Sonnenhüte nutzen statt  Sonnencreme auf diesen großen Hautflächen aufzutragen
  • Urlaube in der Karibik/Äquator Zonen nicht mit Kindern wegen der extremen Sonnenstrahlung
  • Tomatensaft, Karottensaft und Astaxanthin konsumieren – es baut zumindest einen Basisschutz der Haut gegen Sonnenstrahlung auf (bitte trotzdem nicht in die pralle Sonne gehen, da es nur geringfügig wirkt)

Quelle: Ökotest Juni 2019

www.Utopia.de

Nestbau e.V.