14.09.2018

Besser nicht in den Mund nehmen – Stifte teilweise stark belastet

In jedem dritten Malstiftset befinden sich bedenkliche Substanzen laut einer aktuellen Stiftung Warentest Untersuchung.

Bei den Buntstiften schnitten die Produkte von Faber-Castell (0,75 Euro pro Stift), Stabilo (0,48 Euro), Bic Kids (0,33 Euro), Mäc Geiz (0,08 Euro) und Depesche (0,41 Euro) alle mit „gut“ ab. Der teuerste Stift im Test (0,79 Euro) war ausgerechnet der Schlechteste.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diverse Schadstoffe enthalten

Die Stiftung Warentest hat 35 Stifte und Tinten gezielt auf Schad­stoffe untersucht. Stiftekönnen Konservierungs­stoffe, Löse­mittel, Azofarb­mittel oder poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK) enthalten, deshalb wurde  Lack abge­schabt, Minen heraus­gebrochen und Proben durch die Zentrifuge gejagt. Bei der Bewertung wurde sich an den Grenz­werten der Spiel­zeugnorm orientiert. Denn Bunt­stifte und Fasermaler gelten nach einer Leit­linie der Europäischem Kommis­sion als Spielzeug – Tinten jedoch nicht.

In fünf Bunt­stift-Sets fanden sich kritische Mengen von PAK. Sie entstehen bei unvoll­ständiger Verbrennung von organischem Material wie Holz, Kohle oder Öl und gelangen oft als Verunreinigung in Produkte. Einige von ihnen können Krebs erzeugen, das Erbgut verändern oder die Fortpflan­zung gefährden. In einigen Bunt­stiften fanden sich auch aromatische Amine, die aus Azofarb­mitteln stammen. Einige dieser Stoffe können Tumore verursachen oder stehen im Verdacht, dies zu tun. Allerdings befanden sich keine Weichmacher und Schwer­metalle in den Stiften.

Gerade bei kleineren Kindern, die Stifte oftmals in den Mund nehmen, sollte genau geschaut werden, welche Produkte schadstoffarm sind!

Hier geht es zum Test:

Stiftung Warentest Buntstifte

Quelle: Stiftung Warentest