30.09.2016

Ökotest testet 14 Produkte und 8 fallen durch

Das Malen mit bunter Straßenkreide macht allen Kindern Spaß – erst wenn die Straße richtig bunt ist (und das Gesicht und Kleidung voller Kreidestaub) sind die Kunstwerke vollbracht. Ökotest untersuchte beliebte Kinderkreide und das Ergebnis war leider enttäuschend, denn acht der Kreidesets fallen mit “mangelhaft” durch.
Nur in sechs der getesteten Kinderkreiden fanden sie keine bedenklichen Inhaltsstoffe oder nur in Spuren.

krebserregende Farbbestandteile in der Farbe rot

In den roten Gipsklötzen wies das Labor erhöhte Mengen 2,4-Toluylendiamin nach. Die Europäische Chemikalienagentur stuft das aromatische Amin seit 2012 offiziell als krebserregend ein. In Tierversuchen mit Ratten sorgt der Stoff durch Mundkontakt für Tumore. Laut EU steht er zudem unter Verdacht, bei Menschen das Erbgut und die Fruchtbarkeit zu schädigen. Zukünftig soll europaweit über die REACH-Verordnung diese “besonders besorgniserregende Substanz” in Bedarfsgegenständen und textilem Spielzeug verboten werden. Dies trifft allerdings nicht auf Kinderkreide zu, weil hier eine DIN- Spielzeugnorm greift, die diese Substanz nicht erwähnt.

Natürlich haben krank machende Amine nichts in Spielzeug mit erhöhtem Hautkontakt zu suchen und Hersteller müssen in die Verantwortung gezogen werden. Dies gilt auch für das krebsverdächtige Anilin, gefunden in den roten Kreiden von The Toy Company und Pelikan (Herlitz).

 Fazit – besser nur weiße Kreide verwenden

Auch wenn das Malen mit bunter Kreide ein Riesenspaß ist – gerade Eltern kleinerer Kinder, die Farben noch in den Mund nehmen und/oder viel Kreidestaub einatmen, ist es besser zu weißer Kreide zu greifen, die vollkommen unbedenklich ist. Ansonsten können Eltern zu den Produkten greifen, die von Ökotest als gut befunden wurden.

Weitere Infos unter: Ökotest Straßenkreide

September 2016