24.01.2019

Mädchen kommen immer früher in die Pubertät

Neue Studien aus den USA und Deutschland haben den Zusammenhang zwischen Weichmachern sowie Triclosan für eine verfrühte Pubertät bei Mädchen untersucht und festgestellt, dass eine höhrere Konzentration dieser Stoffe die Pubertät triggert. Sogenannte EDC’s (endokrine Disruptoren) stehen schon länger im Verdacht, da sie wie Hormone östrogenartig wirken und den Körper beeinflussen und so eine frühzeitige Pubertät auslösen. Das Einsetzen der Pubertät hat sich in den letzten 150 Jahren von 17 Jahren auf heute 12,8 verschoben.
Der Effekt zeigt sich nicht nur, wenn Mädchen selbst solche Produkte nutzen, sondern auch nach einer Verwendung durch die Mütter während der Schwangerschaft, da das Embryo EDC’s über den Mutterleib Chemikalien aufnimmt.

Weitere Grund Körperfettanteil

Neben chemischen Stoffen gilt die die Zunahme des Körpergewichts für eine frühere Pubertät. Leptin ist ein Hormon, das in den Fettzellen des Körpers gebildet wird und unter anderem für die Pubertät verantwortlich ist. Es teilt dem Gehirn mit, wann genügend Fettreserven für die sexuelle Reifung des Körpers vorhanden sind, also wann die Pubertät beginnen kann. Da immer mehr Kinder in jungen Jahren Übergewicht haben, hat dies  eine Auswirkung auf den Hormonhaushalt.

Was kann man tun um EDC’s zu vermeiden?

Die beste Möglichkeit EDC’s zu verringern ist wenig Kosmetika zu nutzen und darauf zu achten, dass diese wenig chemische Inhaltsstoffe enthält. Naturkosmetik ohne Parabane, Triclosan und Dufststoffe ist die beste Wahl. Kindern keinen Nagellack oder dekorative Kosmetik zum Spielen geben.
Fettlösliche Lebenmittel nicht in Plastikverpackung kaufen (Joghurt, Milch, Käse, Fleisch), sondern auf Glasbehälter achten und nicht in Plastikdosen lagern.
Nicht mit Teflonpfannen braten, sondern Emaille/Edelstahlpfannen nutzen.

Quelle: Nestbau Januar 2019

Kalifornische Studie

Robert-Koch Studie