11.01.2018

Nicht alle Produkte sind frei von Bispehnol A

Seit Jahren ist bekannt, das Bispehnol A schädlich ist und diverse Versuche diese Chemikalie in Alltagsprodukten zu verbannen sind bisher gescheitert auch wenn Grenzwerte durch REACH nach unten korrigiert wurden.

Vor allem Kinder sind besonders gefährdet, da sie sich im Wachstum befinden und Bispehnol A u.a. eine hormonähnliche Wirkung auf den Körper hat. Vor allem Säuglinge und Kleinkinder sind dieser giftigen Substanz am häufigsten ausgesetzt, da BPA immer noch in einigen Baby-Trinkflaschen und Baby-Spielzeug enthalten ist und gerade Flaschenkinder – durch das Saugen diesen Weichmacher aufnehmen. Außerdem steht BPA im Verdacht krebserregend zu sein und langfristig Fettleibigkeit/Diabetis auszulösen.

Die meisten Hersteller von Trinkflaschen verzichten mittlerweile auf diese Chemikalie und Grenzwerte werden eingehalten, allerdings gibt es im täglichen Umfeld sehr viele BPA haltige Produkte wie z.B.:

  • Plastik-Essgeschirr für Kinder (auch Brotdosen)
  • Badespielzeug (hier z.T. sogar noch zusätzliche PVC Belastung)
  • Beißringe & Rasseln für Säuglinge
  • Viele Kassenzettel
  • Beschichtung in Konservendosen
  • Kunststoffteile von Haushaltsgeräten
  • Lacke und Farben
  • Babyspielzeug aus Plastik
  • PVC-Böden
  • Babypuppen, Spielfiguren aus Plastik

 Fazit – weniger ist mehr

Bei Flaschenkindern sind Glasflaschen vorzuziehen, denn auch BPA freie Kunststofflaschen enthalten oft anderes umstrittenes Plastik.
Beim Einkauf auf Glasprodukte achten- es gibt z.B. viele Milchprodukte, Konserven wie Mais oder Tomatenpassata im Glas zu kaufen.

Kleinkindern generell möglichst wenig Plastikspielzeug kaufen da sie es oft in den Mund nehmen. Bei Babypuppen auf geprüfte Siegel achten oder Ökotestergebnisse heranziehen, gerade wenn sich  die Babypuppe mit dem Kind im Bett befindet.

Es gibt mittlerweile zahlreiche Trinkflaschen aus Glas bzw. Edelstahl und auch viele Brotdosen, die nicht aus Plastik hergestellt sind.

Quelle: Nestbau Januar 2018