Parabene

auch: Metagin, Nipagin, Nipasol, Propagin, Parahydroxybenzoat, Oxybenzoesäure / Oxybenzoat und Hydroxybenzoesäure / Hydroxybenzoat
Die am häufigsten vorkommenden Parabene in Kosmetik sind Methylparaben, Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben. Diese sind auch als solche auf Kosmetikverpackungen gekennzeichnet. Stoffe zur Konservierung von Kosmetikprodukten sind auch: Methylchlorisothiazolinon (MCI) und Methylisothiazolinon (MI). Sie gehören zur Gruppe der Isothiazolinonen.
Parabene werden häufig als Antipilzmittel, Konservierungsmittel und Antibakterikum verwendet, insbesondere zur Haltbarmachung von Lebensmitteln, Arzneien und Kosmetika (z.B. Deodorant), aber auch in Tabakprodukten.
Parabene gehören zu der Gruppe der EDCs (endokrin disruptive Chemikalien). Sie weisen östrogene und antiandrogene Aktivitäten auf und beeinflussen die Spermienfunktion und die Fortpflanzungsorgane. In Kosmetika können sie Hautallergien auslösen.

Ausgewählte Parabene, die unter Verdacht stehen hormonähnliche Wirkung zu haben, wie Isopropyl-, Isobutyl-, Phenyl-, Pentyl- und Benzylparabene sowie Salze von Isobutylparabenen sind in der EU seit Oktober 2014 verboten (Verordnung Nr. 358/2014). Bei Propylparaben und Butylparaben wurde der Grenzwert von derzeit zulässigen 0,4 Prozent bei einzelner Verwendung und 0,8 Prozent als Summe mit Estern auf 0,14 Prozent begrenzt. Verboten sind beide Parabene in nicht abzuspülenden Mitteln, die zur Anwendung im Windelbereich von Kindern unter drei Jahren bestimmt sind. Diese Vorschriften gelten für alle Produkte, die nach dem 16. April 2015 in den Handel kommen. Mehr

Infos

Vorkommen

  • Shampoos und Badezusätze
  • Zahnpasta und Mundwasser
  • Sonnen- und Insektenschutz
  • Lotionen, Cremes und Öle
  • Deos und Parfüms
  • Feuchttücher
  • Lebensmittel (z.B. Geleeüberzug)
  • Pharmazeutika
  • Antipilzmittel

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