Schwermetalle

Viele Schwermetalle sind für den menschlichen Organismus schädlich oder giftig.

Blei

Die Toxizität von Blei ist bereits lange bekannt. Doch erst im Jahr 1970 wurden z. B. Trinkwasserrohre aus Blei in Neubauten in Deutschland verboten. In vielen Altbauten sind jedoch weiterhin Bleirohre verbaut! Ein Test der Stiftung Warentest zeigt, dass etwa 5% aller Trinkwasserproben über dem gesetzlichen Grenzwert liegen. Aufgrund seiner guten Werkeigenschaften findet Blei weiterhin Anwendung. Beispiele hierfür sind Druckfarben, Kosmetik, Elektronik und Spielzeug. Bereits kleinste Mengen Blei reichern sich über längere Zeit im Körper an. Typische Sympthome sind Kopfschmerzen, Müdigkeit und Defekte bei Blutbildung und Muskulatur. Besonders gefährlich ist Blei für Schwangere und Kinder, da es sich störend auf die Bildung des kindlichen Hirns auswirkt. Blei verursacht zudem Zeugungsunfähigkeit und Krebs.

 

Cadmium

Cadmium wird als Erhärter, Katalysator und bei der Farbherstellung eingesetzt. Seit 2011 ist es in der EU in Schmuck, Metallegierungen und Kunststoffen (z.B. PVC) strengstens verboten, kann jedoch in älteren Produkten (z.B. recycelter PVC) oder anderen Produktgruppen weiterhin enthalten sein. Cadmium kann krebserregend wirken und ist sehr giftig, wenn es inhaliert (vor allem bei Verbrennungsprozessen) oder geschluckt wird. Es kann die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen und das ungeborene Kind schädigen. Überdies ist es sehr giftig für Wasserorganismen und kann Langzeitschäden in aquatischer Umgebung bedingen.

 

Chrom

Verchromte Metallgegenstände, wie Autofelgen, werden aufgrund ihrer guten Eigenschaften geschätzt. Ferner wird Chrom in der Lederherstellung zum Gerben verwendet. Die Rolle von Chrom im menschlichen Körper wird zurzeit kontrovers diskutiert. Es gibt Hinweise darauf, dass Chrom eine Bedeutung im Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel von Menschen haben könnte. Besonders perfide ist, dass Chrom-picolinat lange Zeit als beliebtes Nahrungsergänzungsmittel angeboten wurde. In Tierversuchen wurde die genverändernde und krebsauslösende Wirkung von Chrom bereits bestätigt.

Infos

Vorkommen

 

  • Farben und Lacke
  • Elektronisches Spielzeug
  • Puppen
  • Bodenbeläge
  • Kosmetik
  • Färbemittel (Aufdrucke auf Bekleidung)

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